• Fabian Eckert

Greenvestment II: Finanzmittel, die das Klima schützen und dich unabhängig machen

Letzte Woche haben wir dir vorgestellt, welch schier unglaubliche Menge an Geld sprichwörtlich auf der Straße liegt, du dir nur die Mühe machen musst, dich zu bücken und es aufzuheben. Diese Geldmenge hilft nicht nur dir, sondern auch dem Klima, da du es nicht unnötig für Dinge ausgegeben hast.

Um aber deinem Geld auf die Spur zu kommen, das im Handumdrehen täglich verschwindet, hilft ein gutes altes Haushaltsbuch.

1. Haushaltsbuch

Hier gibt es eine vielfache Möglichkeit der Ausführung. Am Ende musst aber du damit zurechtkommen. Denn das ganze Konzept lebt vom Mitmachen und wenn du dir nicht Mühe machst, es regelmäßig zu pflegen, helfen alle Überlegungen nichts. Daher rate ich aus Erfahrung, lieber auf Details zu verzichten, und lieber eine Möglichkeit zu haben, schnell und einfach jede Ausgabe niederzuschreiben.

Dazu möchte ich dir eine einfache Möglichkeit vorstellen, die bei mir sehr gut geholfen hat und immer noch hilft. Hierzu führe ich eine Excel-Tabelle, in der ich ein Blatt pro Monat habe (ein Beispiel kannst du für die kommenden drei Monate downloaden). Für den jeweiligen Monat habe ich ein Monatsbudget, dass ich gleich auf die Tage verteile. Brauche ich an einem Tag nichts, dann verteilt sich das Geld gleich auf die folgenden Tage. Brauche ich mehr, habe ich an den Folgetagen entsprechend weniger. Zu Beginn des Monat notiere ich in dem Blatt, welche fixen Ausgaben sowie fixe Einnahmen ich habe. Zusammen ergeben diese dann das Monatsbudget. Hier kommt auch schon der erste Trick zu tragen: Bezahle zuerst dich! Lege also bereits am Anfang des Monats von deinem Geld etwas beiseite, für größere Anschaffungen, Spenden aber auch deine Sparrate. So ist zwar dein Monatsbudget geringer, dafür bleibt aber mehr in deinem Sparsocken als wie wenn du ihn erst am Ende des Monats füllst. Achte aber das deine Sparsamkeit sich nicht in Geiz umwandelt. Einen Freund mal ein Getränk auszugeben und sich mal etwas zu gönnen, gehört genauso dazu, es muss eben nicht zur Regel werden. Ziel sollte aber sein, sowohl die Fixkosten im Monat (so wenig Positionen wie möglich rechts) zu reduzieren als auch deine täglichen, spontanen Ausgaben.

Die Abbildung zeigt, wie es aufgebaut sein könnte. Ganz rechts sind die Fixkosten und Fixeinnahmen des Monats sowie der Übertrag aus dem Vormonat. Daraus ergibt sich das Monatsbudget. Pro Tag (Spalte A) ist dann ein Tagesbudget vorhanden (Spalte C). In den Spalten D bis G können dann die Ausgaben eingegeben werden oder auch Einnahmen in Spalte H, z. B. durch den Verkauf von etwas Gebrauchtem. In Spalte I wird dann die Summe der Ausgaben/Einnahmen des Tages gebildet. Diese Art ermöglicht es mir, z. B. am Handy schnell jede Ausgabe einzutragen. Der Nachteil meines Haushaltsbuches ist, dass ich am Ende des Monats nicht mehr nachvollziehen kann, für was genau ich etwas ausgegeben habe. Versuche mit Excel-Listen mit Kommentaren waren aber zu mühsam, und durch den Text schnell auch unübersichtlich.

Manchmal kannst du nicht jede Ausgabe eintragen. Merke dir hier am besten, mit wie viel Geld du aus dem Haus bist und trage später den Betrag nach. Ein weitere Vorteil einer Excel-Liste ist, dass ich sowohl schnell etwas am Handy eintragen kann, ich keine App benötige und so auch größere Änderungen am PC machen kann. Das Dokument liegt auf der Cloud und habe es so geräteübergreifend. Aber keinen Sorge, die Datengröße und somit die Datenmenge, die durch die Synchronisation ergibt, bewegen sich im unteren Kilobyte-Bereich.


Damit hast du dir die Möglichkeit geschaffen, deine täglichen Ausgaben zu dokumentieren, deine Geldfresser zu entlarven und so deine Sparrate auf lange Sicht zu erhöhen. Ich möchte dir aber noch ein weiteres Hilfsmittel vorstellen, das genauso wichtig ist, so dass du deine finanzielle Unabhängigkeit schnell erlangst.


2. Finanzbuch

Neben der täglichen Routine, deine Ausgaben aufzuschreiben bzw. zu versuchen, diese auf ein Minimum zu reduzieren, solltest du mindestens einmal monatlich einen Blick auf deine Finanzen werfen. Viele mögen sich zwar ungern mit diesem Thema beschäftigen, aber es ist für dich und sogar das Klima mindestens genauso wichtig wie deine Ernährung. Und es bedeutet nichts Gutes, wenn du dich langfristig nicht darum kümmerst. Es geht dabei nicht darum, Reichtum anzuhäufen und geizig zu werden, sondern darum Geld nicht unnötig loszuwerden, dieses gezielt für das Klima oder andere soziale Dinge einzusetzen und dich dadurch unabhängig von staatlichen Hilfen (z. B. Rente) oder von deinem Arbeitsplatz zu machen, was dir maximale Flexibilität in deiner Lebensführung ermöglicht. Reichtum ist hierbei nur ein netter Nebeneffekt, welches das Ergebnis ist, nie aber Ziel sein sollte! Zumindest nicht, wenn du es mit dem Klimaschutz ernst meinst.

Das Finanzbuch soll dir die Möglichkeit geben, deine monatlichen Sparraten zu bilanzieren, dir Überblick über dein Vermögen und deine Finanzprodukte mit Höhe, Zinstermin, Laufzeit etc. zu geben. Zudem solltest du dir auch monatliche Sparpläne aufstellen, um zum Beispiel schneller an ein Ziel zu kommen.

Wie für das Haushaltsbuch hat sich für mich ebenfalls eine Excelliste ausgezeichnet, die ich mindestens einmal im Monat update.

Ein Blatt sollte dir einen Überblick über deine Geldanlagen mit Volumen, Zins und Zinstermin sowie eventuell Laufzeit geben oder bei Aktien den aktuellen Kurs. Ein weiteres Tabellenblatt sollte dir zeigen, was du pro Monat gespart hast und du glaubst für deine Sparziele in den nächsten Monaten ansparen kannst. Wenn du dir z. B. deine Ziele via Sparplan und Zahlen vor Augen führst, sind schnell auch große Zahlen keine Utopie.

Geldanlage hat leider auch immer mit Steuern zu tun. Nicht aus dem Grund, dass wir sie zahlen müssen, sondern dass die Einkommensteuer dadurch aufwendiger wird. Daher sollte sich von Beginn an ein Überblick über diese geschaffen werden und diese, sobald Einnahmen generiert werden, notiert werden. Der Freistellungsbetrag von 801 € ist irgendwann erreicht. Ich notiere mir zusätzlich noch, in welche Zeile ich diese Einnahme in meiner Steuererklärung eintragen muss. So ist die Steuererklärung nichts, was du bis zum letzten Tag aufschieben musst.

3. Zusammenfassung

Beide Tipps und Tools sind natürlich erst einmal pflegebedürftig. Aber erst Eigeninitiative und Hartnäckigkeit schaffen den Unterschied, ob du am Ende einen kleinen (durch z. B. ein klimafreundliches Leben) oder großen Klimaschutzbeitrag (ökologischer Zinseszins) leistest. Aber wenn du weißt, Warum du es machen willst, dann macht das Wie keine Probleme.

In diesem Artikel haben wir dir vorgestellt, wie du deine finanzielle Unabhängigkeit erreichen kannst und dabei gleichzeitig der absoluten Klimaschützer wirst, indem du weniger konsumierst und nicht nur dich sondern auch dein Geld für das Klima arbeiten lässt. Du holst dir sozusagen Verstärkung mit so gut wie unbegrenzten Potential.

Geld haben, heißt aber auch Verantwortung. Um also dein Geld auch für das Klima arbeiten zu lassen, sind wirklich nachhaltige Geldanlagen notwendig. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, stellen wir dir nächste Woche verschiedene Geldanlagen vor und auch, auf was du achten musst, damit dein Geld auch volle Wirkung entfalten kann und nicht irgendwelche Greenwashing-Produkte landen.


Haushaltsbuch_Beispiel
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Geldanlage_Beispiel
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