• Fabian Eckert

Plastikfasten war gestern, heute retten wir die Welt

An dieser Stelle möchte wir euch mittwochs immer mit einem Beitrag erfreuen, der kurzweilig, informativ und eventuell für viele neuen Inhalt liefert. Den Start haben wir bereits mit der Schülerchallenge gemacht. Diese wurde in einer Veranstaltung durch Schüler ohne unsere Hilfe erstellt. Jeder Schüler oder Schülerin kann diese gerne mal ausprobieren (zur Schüllerchallenge) Ansonsten möchten wir heute auf unseren Untertitel der Website eingehen, der etwas provokant ist: "Plastikfasten war gestern, heute retten wir die Welt".



Man könnte das Gefühl bekommen, dass andere Länder ein Müllproblem haben und wir nicht. Deutschland ist aber das Land in der EU, das am meisten Verpackungsmüll produziert, mit steigender Tendenz. Daher ist es sehr wichtig, Müll zu reduzieren. In der öffentlichen Wahrnehmung wird dabei aber das Plastikfasten unserer Ansicht etwas überbewertet. Es ist sehr wichtig, dass unser Plastikverbrauch reduziert wird und allen voran, dass dieser Müll nicht in der Umwelt landet und am Ende im Meer. D. h. aber nicht, dass alleine die Reduktion von Plastik hilft. Denn auch Papier muss energieintensiv hergestellt werden, weshalb Papiertüten erst bei mehrmaliger Nutzung einen besseren CO2-Fußabdruck haben als eine Plastiktüte. Glas an sich ist ein sehr nachhaltiges Produkt. Auf der anderen Seite wird es oft als Einwegprodukt verwendet. Aufgrund des deutlich höheren Gewichtes fallen bei der Herstellung und dem Transport erhöhte Emissionen an. Als Regel kannst du dir merken: Vermeide Einwegverpackung! Dann ist schon viel erreicht. Die Tüte beim Bäcker, das doppelt oder dreifach eingepackte Fertiggericht, der To-Go-Becher, die Kichererbsen im Glas usw. Alles was du mehrfach benutzt, kann verpackt sein oder aus Plastik bestehen. Wir dürfen aber den Wald vor lauter Bäumen nicht übersehen. Nur mit etwas Plastikfasten verlieren wir schnell das eigentliche Problem, den Klimawandel und die Umweltverschmutzung, aus den Augen. Zum einen sollte Müll egal welcher Art vermieden werden und zum anderen gibt es viel effektivere Mittel, die Welt zu retten, die als erstes angegriffen werden müssen.

Plastik wird aus Erdöl gewonnen. Um etwa 100 g Plastik herzustellen wird grob 200 g Erdöl benötigt. 100 g Plastik ist in etwa der Tagesbedarf eines Durchschnittsdeutschen oder -deutsche. Erdöl ist auch die Basis von Diesel, Benzin oder Kerosin, die Kraftstoffe für den Großteil unseres Mobilitätsbedarfs. Wir können also versuchen, einen Teil des Plastiks einzusparen oder uns an die wirklich dicken Fische heranwagen. Sparst du ab heute 10 g Plastik pro Tag ein, dann entspricht dies einer Autofahrt von 300 m. Das ist gerade einmal aus der Hofeinfahrt heraus. Fährst du am Tag 30 km, entspricht dies einem Plastikgegenwert von 1 kg. Für deinen Hinflug von München nach London müsstest du jedes Gramm Plastik im Jahr einsparen. Dann müsstest du aber ein Jahr in London warten :).



Die Beispiele zeigen, dass Plastikfasten gut ist, aber einfach nicht ausreichend. Wir sollten also weg vom Plastikfasten hin zum Fossile-Energien-Fasten, das glücklicherweise Plastik umfasst. Am besten gelingt dies mit Ökostrom, dem Fahrrad und Mehrweggeschirr (meinetwegen auch aus Plastik :-)).

Es ist konsequent seine Zahnbürste durch eine Holzzahnbürste auszutauschen. Aber lässt du dein Auto nur einmal in den drei Monaten Lebenszeit deiner Zahnbürste stehen, kannst du dir dafür bereits einen Mehrjahresvorrat Zahnbürsten zulegen.


Konzentrieren wir uns also auf das Wesentliche! Fasten wir fossile Energie! Willst du wissen wie? Nächste Woche Mittwoch starten wir damit.

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